RFID (Radio-Frequency-Identification-System) ermöglicht über Funk die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Objekten für die Erfassung, Speicherung und Auswertung von Daten. Das System besteht aus einem Transponder (auch Funketikett), der sich am oder im Gegenstand bzw. Lebewesen befindet und einen kennzeichnenden Code enthält, sowie einem Lesegerät zum Auslesen dieser Kennung. RFID-Transponder in Kleinstformat können bei Haustieren oder Menschen auch implantiert werden. Im Bild links ein Handlesegerät, im Bild rechts verschiedene Transponder.

Solche Systeme werden nun auch von Weingütern bzw. Produzenten als Schutz vor Weinverfälschungen und Manipulationen eingesetzt. Die RFID-Nummer ist auf dem Rückenetikett der Flasche deutlich lesbar abgebildet. Dadurch kann der Vertrieb der Weine und somit eventuelle Schwarzmarktaktivitäten verhindert werden. Außerdem wird damit die Echtheit der Weine garantiert. Jedem Etikett wird eine gesonderte Identifikations-Nr zugeteilt, die mit den elektronischen Teilen der Etikettier-Maschine und den Lagertoren verknüpft ist. Auf diese Weise können Informationen zwischen dem Chip und der Kunden- bzw. Lieferdatenbank gespeichert und zurückverfolgt werden.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden