Siehe unter Bonitur.
Ursprünglich war die Bonitur eine fachkundige Beurteilung der Qualität, beispielsweise von Wolle und Wollstoffen. Der Begriff wird heute nur noch im landwirtschaftlichen Zusammenhang für die Qualitätseinstufung (Bonität) landwirtschaftlicher Betrachtungsobjekte verwendet. Dies umfasst alle Beobachtungen am Phänotyp einer Pflanze. Dies kann Pflanzenmerkmale, den Früchtezustand oder die Beschaffenheit von Böden betreffen. Bei letzterem werden die Bodenzusammensetzung und Alterserscheinungen unter Berücksichtigung des Wasserhaushalts und der Klimaverhältnisse klassifiziert. Bonituren spielen auch bei der Ursachenforschung im Rahmen der Ertragskartierung eine wichtige Rolle.
Bei der Bodenbonitur wird die Qualität eines Bodens auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet. Böden mit einem Wert unter 18 gelten als landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Fünf zentrale Parameter sind im Radar-Chart (links) dargestellt. Diese Faktoren beeinflussen maßgeblich die Ertragsfähigkeit eines Bodens. Es gibt jedoch...
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach