Bezeichnung für ein Weinlokal, wo zu bestimmten Zeiten vom Betreiber selbst hergestellter Wein ausgeschenkt werden darf. Der Name stammt vom über dem Eingangstor angebrachten „Buschen“ aus grünen Zweigen, der anzeigt, dass das Lokal geöffnet hat. Vor allem in Deutschland gibt es dafür auch die weiteren Bezeichnungen Straußwirtschaft, Besenwirtschaft oder Heckenwirtschaft. In Österreich, vor allem in der Hauptstadt Wien, nennt man diese Lokalitäten zumeist mit dem hier gebräuchlichen Begriff Heuriger, der aber auch einen Wein des jüngsten Jahrgangs beschreibt.

Die Vorschriften für das Betreiben solcher Weinschenken soll bereits Karl der Große (742-814) erlassen haben, ein dokumentarischer Beleg ist jedoch nicht bekannt. Typisch für solche Lokale ist die zumeist rustikale Einrichtung, eine Auswahl einfacher, deftiger Speisen und vor allem die gemütliche, oft familiäre Atmosphäre.
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Früher benötigte man eine Fülle an Lexika und Fachliteratur, um im vinophilen Berufsleben up to date zu sein. Heute gehört das Weinlexikon von wein.plus zu meinen besten Helfern, und es darf zu Recht als die „Bibel des Weinwissens“ bezeichnet werden.
Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien