Das Weinbaugebiet liegt im Nordosten Frankreichs zwischen der Champagne und dem nördlichen Elsass nahe an der Grenze Deutschlands. Der Bereich geht auf das historische Herzogtum Lothringen zurück. Von 1960 bis 2015 bildete Lothringen, eine eigene Region mit der Hauptstadt Metz. Ab 2016 wurde die Region Grand Est (Großer Osten) mit der Hauptstadt Straßburg gegründet, welche die Beereiche Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne umfasst.

Die historische Landschaft war einst ein blühendes Weinbaugebiet. Schon die Kelten (Gallier) betrieben hier Weinbau. Im Jahre 1890 betrug die Rebfläche noch 30.000 Hektar, davon 6.000 um die Stadt Toul. Die Reblaus vernichtete einen Großteil. Nach der Anpflanzung neuer Reben wurde der Traubenmost von Großhändlern der Champagne aufgekauft und zu Champagner verarbeitet. Dies wurde 1907 nach der Entstehung der Herkunftsbezeichnung „Champagne“ beendet. Die danach erfolgte Anpflanzung minderer Hybriden und die Verwüstungen durch die Schlachten des Ersten Weltkrieges (1914-1918) sowie die Industrialisierung brachten einen totalen Niedergang des Weinbaus.
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien