Bezeichnung (von griechisch meiosis für Verminderung, Verkleinerung oder Reifeteilung) für eine besondere Form der Zellteilung, die nur bei Keimzellen abläuft und dazu dient, den diploiden (doppelten) Chromosomensatz der Urkeimzellen - also die gesamte DNA mit allen Chromosomen - auf den haploiden (einfachen) Satz der Keimzellen zu reduzieren. Dadurch bleibt die Chromosomenzahl über Generationen hinweg konstant. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die geschlechtliche Fortpflanzung, bei der Gameten (Geschlechtszellen wie männliche Pollen/Spermien und weibliche Eizellen), bei Pflanzen in der Samenanlage, miteinander verschmelzen.
Die Meiose findet immer dann statt, wenn bei eukaryotischen Organismen (dazu zählen Menschen, Tiere, Pflanzen und Pilze) neue Keimzellen (Gameten) gebildet werden - also zur Vorbereitung der geschlechtlichen Fortpflanzung. Es gibt männliche Gameten, die Spermatozoen (Spermien), und weibliche Gameten, die Oozyten (Eizellen). Die Meiose halbiert den doppelten Chromosomensatz der Körperzellen, damit bei der Verschmelzung bzw. der geschlechtlichen Fortpflanzung zweier Keimzellen wieder eine vollständige Zelle mit doppeltem Chromosomensatz entstehen kann.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“