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Vertzami

Die rote Rebsorte stammt aus Griechenland. Synonyme sind Balsamina Nera, Deykaditiko, Lefkada, Lefkaditiko, Lefkas (Zypern), Marzavi und Vartzami. Es besteht die Vermutung, dass es einen gemeinsamen Vorfahren mit der italienischen Sorte Marzemino gibt. Angeblich soll Vertzami während der Venezianischen Herrschaft im 14. Jahrhundert aus Italien eingeführt worden sein. Dafür fehlen aber genetische und historische Beweise. Es gibt auch eine weiße, kaum mehr kultivierte Sorte namens Vertzami Lefko (Asprovertzamo, Vertzami Aspro). Es ist nicht bekannt, ob es sich um eine farbliche Mutation handelt, bzw. ob eine genetische Verbindung besteht.

Die mittel bis spät reifende, ertragreiche Rebe ist allgemein widerstandsfähig gegen Rebstock-Krankheiten, jedoch anfällig für Falschen Mehltau. Sie erbringt dunkelfarbige, tannin-, alkohol- und säurereiche Rotweine mit Aromen nach Lorbeer, Zimt und dunklen Waldfrüchten. Diese werden auch als farbverstärkende Teinturier (Färbertraube) verwendet. Die Sorte wird vor allem auf der Ionischen Insel Lefkada (Lefkas) angebaut. Weitere Bestände gibt es auf Kreta, Peloponnes und Zentralgriechenland. Häufig erfolgt ein Verschnitt mit Cabernet Franc. Die griechische Anbaufläche im Jahre 2010 betrug 239 Hektar. Auf Zypern belegte sie unter dem Namen Lefkada 96 Hektar.

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