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Direktträger

Bezeichnung (auch Direkter, Selbstträger, frz. Producteur direct) für wurzelechte Rebsorten, bei denen keine Veredelung erfolgte. Wie der Name schon sagt, stehen sie sozusagen „auf eigenem Fuß“. Der Begriff ist erst im Zusammenhang mit der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgten Einführung der heute üblichen Praxis des Aufpfropfens von Edelreisern auf amerikanische Unterlagen (Wurzelstöcke) entstanden. Dadurch wurde letztlich nach vielen Fehlversuchen erfolgreich die Reblaus bekämpft. Vor dem Auftreten des Schädlings in Europa war diese Maßnahme ja nicht erforderlich und damit waren alle Rebstöcke Direktträger. Bestimmte Amerikaner-Reben werden (vor allem in den USA) häufig als Direktträger kultiviert, da einige davon mehr oder weniger reblausresistent sind und damit keine Pfropfung notwendig ist.

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Dr. Edgar Müller

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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach

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