Bezeichnung für die Mischerbigkeit bzw. Spalterbigkeit (grch. hetero = verschieden, andersartig, zygote = Vereinigung) eines Individuums. Das Erbgut einer bzw. jeder Zelle enthält zwei verschiedene Allele, also zwei sich voneinander unterscheidende Kopien eines bestimmten Gens auf den beiden Chromosomen. Das Vorkommen von doppelten Chromosomen nennt man diploid. Im Gegensatz dazu bedeutet Homozygotie (grch. homo = gleich) Reinerbigkeit.
Beim Menschen ist die ausgeprägte Heterozygotie der Grund für das individuelle Aussehen jedes einzelnen Menschen. Dieses Phänomen trifft auch auf die meisten Tiere und Pflanzen zu. Das äußere Erscheinungsbild nennt man Morphologie; bei einer Weinrebe ist das unter anderem die Beerenfarbe, die Traubenform und die Blattform. Dadurch entsteht ein neuer Genotyp. Denn die Veränderungen betreffen nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch Eigenschaften wie zum Beispiel die Resistenz gegen bestimmte Krankheiten oder gegen Umweltbedingungen wie Trockenheit oder Frost, die Anpassung an verschiedene Klimabedingungen und die Ertragsmenge der Trauben.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg