Im Weinbau versteht man darunter die aus einem eingepflanzten Weintraubenkern gekeimte Jungrebe. Die Keimung eines Sämlings kann auf selbständige Art und Weise in der Natur erfolgen oder bewusst durch den Menschen herbeigeführt werden. Im Gegensatz zu einem genetisch identischen Klon, der bei einer vegetativen Vermehrung als Steckling (Setzling) entsteht, sind die aus generativer bzw. sexueller Vermehrung entstandenen Sämlinge genotypisch grundsätzlich verschieden. Die Weinrebe zeichnet sich im Vergleich zu anderen Pflanzengruppen (zum Beispiel Bäume) als extrem heterozygot (spalterbig) aus und kann über Samen (Traubenkerne) nicht sortenecht vermehrt werden.
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Lothar Lindner
Innsbruck