Bezeichnung für eine chemische Reaktion, bei der ein Atom oder Molekül Elektronen aufnimmt (reduziert) und ein anderer Stoff diese Elektronen abgibt (oxidiert). Im engeren Sinne bezeichnet man im Zusammenhang mit Sauerstoff als Reduktionsmittel den Stoff, der einem anderen, wie zum Beispiel einem Oxid (Sauerstoffverbindung), den Sauerstoff entzieht und dabei selbst oxidiert wird. Viele Stoffe können sowohl oxidiert als auch reduziert werden.
Ob ein Stoff Reduktionsmittel oder ein Oxidationsmittel ist, hängt einzig vom Reaktionspartner ab. Ein für die Weinbereitung sehr wichtiges Reduktionsmittel ist der Schwefel. Er kann als Reduktionsmittel mit Sauerstoff zu Schwefeldioxid reagieren; aber auch als Oxidationsmittel Metalle (z. B. Kontakte von Wein mit metallischen Substanzen im Keller) in ihre Sulfide überführen und damit einen Weinfehler verursachen, der sich als metallischer Ton äußert. Im weinbaulichen Sinn bezeichnet Reduktion außerdem alle Prozesse, die unter Ausschluss oder starker Einschränkung von Sauerstoff ablaufen. Die praktsiche Anwenduzng ist unter reduktiver Ausbau beschrieben.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen