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Kellerkatze

Katzen haben sich wegen der dort vorkommenden Mäuse auch schon immer gerne in Kellergewölben bzw. Weinkellern aufgehalten. Nach einer oft erzählten Geschichte sitzt in einem Keller die Hauskatze immer auf dem besten Weinfass und schleckt beim Spundloch die Tropfen weg, die beim Entnehmen des Weines dort verschüttet werden. Eine Katzenfigur setzte man deshalb früher gerne auf das beste Fass, um das Personal bzw. das Gesinde davor abzuhalten, davon für sich etwas abzuzapfen. Es gibt auch eine schwäbische Redewendung, die besagt: „Gib mir vom selbigen Wein, wo die Katz drauf sitzt“ (also vom Besten).

Kellerkatze - Katze auf Fass, Katzenkopf)

Katze oder Kater kommt auch recht oft in Lagen- bzw. Rieden- oder Weinbergs-Namen vor. Die Bedeutung ist nicht ganz klar, es gibt zumindest zwei Varianten. Die eine ist, dass Katze und Wein die Gemeinsamkeit haben, dass sie mal „samtig und schmeichelnd“, das andere mal „kratzig bis kratzend“ sind. Die andere ist, dass es sich dabei um geschützte, warme Lagen handelt und dass auch Katzen gerne ein warmes Plätzchen haben. Das bekannteste österreichische Beispiel ist Katzensprung in der niederösterreichischen Wachau. Die bekannteste Lage in Deutschland ist wohl Schwarze Katz in der Gemeinde Zell im Anbaugebiet Mosel. Weitere gibt es in den Anbaugebieten Nahe (Bad Kreuznacher Katzenhölle), Pfalz (Kindenheimer Katzenstein), Rheinhessen (Mörstadter Katzbuckel), Sachsen (Proschwitzer Katzensprung) und Württemberg (Lauffener Katzenbeißer).

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