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Roden

Bezeichnung für die Urbarmachung von noch nicht landwirtschaftlich genutztem Boden, meist Umwandlung von Waldgebieten in Ackerland (das unvollkommene Roden, bei dem die Baumstrümpfe bzw. das Wurzelwerk nicht entfernt werden, nennt man hingegen Schwenden). Die vor allem in Österreich gebräuchliche Bezeichnung Riede für eine Einzellage leitet sich von Roden ab. Die neu gewonnene Ackerfläche bezeichnet man als Rodung. Im Weinbau versteht man darunter das Ausreißen von Rebstöcken aus verschiedenen Gründen. Traditionell ist dies das Entfernen von (zu) alten Rebstöcken, die zu geringen Ertrag bringen. Weitere Ursachen sind ein Wechsel der Rebsorte oder wenn durch Rebstock-Krankheiten oder Schädlinge ein Weingarten in großem Ausmaß befallen bzw. zerstört wurde. Nach dem Roden ist eine entsprechend lange Brache, das heißt ein befristestes Aussetzen der Nutzung erforderlich. Die Lockerung des Bodens vor der Neuanlage eines Weingartens nennt man Rigolen.

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gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer. Über das Lexikon

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