Der deutsche Pfarrer, Lehrer und Hofmedicus (Leibarzt) Hieronymus Bock (1498-1554) war zunächst Prediger in Hornbach und Lehrer in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz). Er gräzisierte (in griechische Sprachform bringen) seinen Familiennamen und nannte sich „Tragos“ (Ziegenbock). Bock wurde vor allem durch seine botanischen, medizinischen und pharmakologischen Studien bekannt. Auf ausgedehnten Reisen in Süddeutschland, die ihn von den Ardennen in Belgien/Frankreich bis in die Schweizer Alpen führten, versuchte er sich als einer der ersten Wissenschaftler seiner Zeit an einer umfassenden Beschreibung der mitteleuropäischen Pflanzen und deren Heilwirkungen. Das Ergebnis war sein Hauptwerk „Das Kreütter Buch“, welches erstmals im Jahre 1539 erschienen ist. Es folgten drei weitere Auflagen; in der Ausgabe 1546 werden auch Rebsorten behandelt. Dabei unterschied Bock zwischen „Zamen Weinreben“ und „Wild Weinreben“. Es wird ausführlich das Thema Wildreben, sowie 12 „zame“ (kultivierte) Sorten mit ihren weinbaulichen Eigenschaften und deren Vorkommen in den Anbaugebieten beschrieben:
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien