Die weiße Rebsorte stammt aus Frankreich. Der Name leitet sich von „Colombe“ (Taube) ab. Synonyme alphabetisch nach Ländern gruppiert sind Bardero, Blanc Emery, Blanquette, Bon Blanc, Chabrier Vert, Charbrier Vert, Colombar, Colombeau, Colombie, Colombier, Coulombier, Cubzadais, Donne Rousse, Donne Verte, Gros Blanc Doux, Gros Blanc Roux, Guenille, Kolombar, Martin Cot, Pied Tendre, Queue Tendre, Queue Verte, Tourterelle (Frankreich); French Colombard, West’s White Prolific (Kalifornien); Semilão (Spanien); Colombar (Südafrika).
Eine erstmalige Erwähnung erfolgte Anfang des 18. Jahrhunderts unter Colombar. Trotz scheinbar darauf hinweisender Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten darf sie nicht mit den Sorten Sémillon (Colombier) oder Colombaud verwechselt werden. Gemäß 2013 erfolgten DNA-Analysen handelt es sich um eine vermutlich natürliche Kreuzung zwischen Gouais Blanc (Heunisch) x Chenin Blanc. Weitere Sorten mit denselben Eltern sind Balzac Blanc und Meslier Saint-François. Die Sorte war Kreuzungspartner der Neuzüchtungen Colomino, Rami, Triplett 158-8 B und Triplett Blanc.
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)