Große Hautflügler-Familie mit mehr als 3.000 verschiedenen Arten. Im Weinbau treten in Mitteleuropa vor allem die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris), sowie gelegentlich die Rote Wespe (Paravespula rufa) und die Hornisse (Vespa crabro) auf. Sie überwintern als einzelne, begattete Weibchen. Im Frühjahr zerkauen sie verwittertes Holz und bauen daraus Waben, in die Eier gelegt werden.

Die nach mehreren Larvenhäutungen schlüpfenden Wespen (überwiegend Arbeiterinnen) stechen die Weinbeeren an und fressen den Inhalt, sodass nur die Beerenhaut übrigbleibt (siehe im Bild). Bienen (die nur flüssige Nahrung aufnehmen können) sind die Nutznießer von durch die Wespen angestochenen oder durch äuere Unstände verletzten Beeren. Im Gegensatz zu den Wespen können sie die Beerenhaut der Weintrauben nicht aufbeißen, sondern nur an feinen Haarrissen mit ihrem Kopf aufdrücken, wo sie dann den austretenden süßen Saft aufsaugen. Die Wespen schätzen übrigens auch den von den Blattläusen auf den Blättern ausgeschiedenen Honigtau.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg