Bezeichnung (grch. chroma = Farbe, plastós = geformt) für bestimmte Zellstrukturen in höheren Pflanzen, die zu den Organellen zählen. Sie entstehen meist durch Umwandlung aus Chloroplasten (siehe dort) oder anderen Plastiden wie Amyloplasten oder Leukoplasten und enthalten farbige Pigmente, vor allem Carotinoide. Diese sorgen für gelbe, orange oder rote Färbungen, insbesondere in Blüten, Früchten und reifenden Beeren. Bei der Weinrebe tragen Chromoplasten wesentlich zur Ausfärbung der Weintrauben-Beeren bei und sind damit an physiologischen Reifungsprozessen beteiligt. Sie enthalten keine eigene DNA (siehe dort) und dienen nicht der Photosynthese.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach