Dieser auch allgemein als Alterston oder mundartlich „Altl“ (mit positiver Konnotation) bezeichnete typische Geschmack und Geruch tritt vor allem bei älteren Weißweinen auf. Der Begriff leitet sich vom althochdeutschen „firni“ ab, was „vorjährig“ oder „alt“ bedeutet. Diese häufigste Form des Alterstons darf nicht mit dem UTA (untypischer Alterston), dem Böckser (Lagerböckser) oder dem verwandten Petrolton (vor allem beim Riesling verwendet) verwechselt werden.
Die Hauptursache für Altersfirne ist Oxidation durch atmosphärischen Sauerstoff, etwa durch übermäßige Sauerstoffaufnahme nach der Filtration oder bei unsachgemäßer Lagerung (z. B. zu hohe Temperaturen). Weitere Faktoren sind ein hoher Gehalt an flavonoiden Phenolen sowie fehlerhafte Korken. Bei Lagerung im Holzfass kann Firn bereits nach eineinhalb Jahren auftreten, während sich dieser Ton in der Flasche meist langsamer entwickelt.
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien