Bezeichnung für eine geschlechtliche bzw. sexuelle Vermehrung bei Pflanzen, so wie auch beim Rebstock. Sie erfolgt bei der Blüte durch die Befruchtung und die nachfolgende Aussaat und Aufzucht der Traubenkerne. Durch die heterozygote Eigenschaft der Weinrebe unterscheiden sich die Nachkommen in jedem Fall von der Ursprungsrebe.
Im Gegensatz zur vegetativen Vermehrung (ungeschlechtlichen), bei der genetisch identische Nachkommen entstehen, führt die in der Natur übliche generative Vermehrung immer zu genetisch unterschiedlichen Individuen. Diesen Umstand macht man sich bei der Neuzüchtung von Rebsorten zunutze. Will man jedoch genetisch vollkommen gleiche Nachkommen (Klone) zwecks Anlegen einer neuen Rebfläche, kommt nur die vegetative Vermehrung in Frage.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“