Die Weinbaugemeinde im österreichischen Bundesland Burgenland liegt in 130 Meter Seehöhe an den Hängen des Leithagebirges sechs Kilometer westlich des Neusiedlersees. Sie wurde urkundlich erstmals im Jahre 1217 als „Gyois“ erwähnt. Die ungarische Königin Maria (1505-1558) gewährte dem Ort (neben Neusiedl am See und Rust) das Recht, ihre Weinfässer auf Grund der ausgezeichneten Qualität mit dem Anfangsbuchstaben „G“ (für Geusz) zu kennzeichnen. Der Buchstabe scheint auch im Wappen mit drei „Joiser Herzkirschen“ auf, einer Spezialität der Gemeinde.

Die Joiser Rebflächen Jois gehörten früher zum Weinbaugebiet Neusiedlersee. Im Jahre 2016 erfolgte eine Neustrukturierung, bei der das ehemalige Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland aufgelassen und (nicht deckungsgleich) durch das neu geschaffene Weinbaugebiet Leithaberg ersetzt wurde. Zu diesem zählen nun die 560 Hektar umfassenden Weingärten aus Jois. Im Jahre 1989 wurde durch die besten Rieden ein Weinlehrpfad angelegt. Bekannte Weingüter sind Hillinger, Pasler Martin, Scheiblhofer, Schloss Halbturn und Umathum.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena