Nach seiner Herstellungsweise benannter Wein, dessen Ursprung im antiken Rom liegt (siehe unter Defrutum). Kaiser Karl der Große (742-814) legte großen Wert darauf, immer „vinum coctum“ (gekochten Wein) vorrätig zu haben, einen durch Wärme verbesserten Wein. Kaiser Maximilian I. (1459-1519) erließ in seinem Weingesetz von 1498 genaue Bestimmungen zur Herstellung und schützte ihn vor Fälschung. Ein Feuerwein war begehrt wie die über den berühmten griechischen Hafen Monemvasia importierten Südweine. Er kostete seinen Preis und war daher auch ein lukratives Handels- und Exportgut. Der Hauptabnehmer war vor allem Holland, sowie das ehemalige Herzogtum Brabant (heute Belgien und Niederlande), Großbritannien und die nordeuropäischen Hansestädte.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“