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Gyropalette

Französische Bezeichnung (dt. Kreiselpalette) für eine mittels Elektromotoren betriebene Vorrichtung als maschinelle Alternative zur aufwändigen manuellen Remuage (Rüttelung) bei der Herstellung von Schaumwein (Champagner, Sekt). Die Flaschen stecken in einem käfigartigen Metallrahmen und werden in regelmäßigen Abständen gedreht, so dass sich die Hefe im Flaschenhals für das spätere Dégorgement (Entfernen) sammelt. Das Gerät bzw. Verfahren wurde im Jahre 1968 von den zwei französischen Winzern Claude Cazals und Jacques Ducion zum Patent angemeldet. Die önologische Station der Champagne zeigt sehr schnell großes Interesse, unterzeichnete einen Exclusivvertrag und unternahm Versuche. Das System setzte sich aber erst ab Mitte der 1970er-Jahre durch. Die ersten großen Anwender waren Codorníu in Spanien, sowie Marne et Champagne, Piper Heidsieck und Roederer in Frankreich. Auf spanisch nennt man es nach dem Drehen und Aussehen „Girasol“ (Sonnenblume). Neue Verfahren machen nun die Gyropalettes überflüssig; siehe dazu unter Alginat.

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Hans-Georg Schwarz

Als Ehrenobmann der Domäne Wachau ist es für mich der einfachste und schnellste Weg, bei Fragen in das wein.plus-Lexikon einzusteigen. Die Gewissheit, hier fundierte und aktuelle Informationen zu erhalten, machen die Benutzung zu einem unverzichtbaren Ratgeber.

Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)

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