Bezeichnung für eine Geschmacksempfindung bzw.einen bestimmten Gehalt an Restzucker im Wein, die fakultativ am Etikett angeführt werden kann. Sie gilt dann, wenn der Wert den für halbtrocken gültigen Wert übersteigt (12 g/l bzw. abhängig des Säuregehalts 18 g/l), aber nicht mehr als 45 g/l = süß aufweist. Siehe auch unter Zuckergehalt.
Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 ist der bis dahin verwendete deutsche Begriff „halbsüß“ in Österreich landesgesetzlich verboten; stattdessen wird (wie in Deutschland schon immer) lieblich verwendet. Sehr wohl zulässig sind aber „semidulce“ in Spanien, „medium sweet“ in englischsprachigen Ländern und „meio doce“ in Portugal.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien