Über die Etymologie des Namens Trebbiano gibt es viele Theorien. Der von Plinius der Ältere erwähnte „Vinum trebulanum“ soll sich angeblich auf den Ort Trebulanis, das heutige Treglia in der Provinz Caserta in Kampanien beziehen. Ebenso wird damit der antike Ort Trebulanum in der Toskana vermutet. Eine dritte Variante besagt, dass die Sorte nach dem Fluss Trebbia in Ligurien und eine vierte, dass sie nach einer Gemein Trebbo oder Trebbio benannt ist.
Gemäß DNA-Analysen bestehen zwischen den vielen Trebbiano-Sorten kaum verwandtschaftliche Beziehungen. Es wäre also falsch, von einer Rebsorten-Familie zu sprechen (dasselbe Phänomen gilt auch für die vier Namensgruppen Lambrusco, Malvasia, Muskateller und Vernaccia). Gemeinsamkeiten bestehen aber bezüglich weißlich-gelber Beerenfarbe, Traubengröße, Frosthärte, sowie hohem Ertrag. Auch im Geschmack sind sich einige recht ähnlich - eher extraktschwach mit geringem Alkoholgehalt, jedoch kräftiger Säure. Deshalb werden sie auch für Destillation verwendet.
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Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen