Eine Kupfer-Schwefel-Verbindung (früher Kupfervitriol), die als intensiv blau gefärbte Kristalle vorliegt. In wasserfreier Form erscheint Kupfersulfat weißlich bis grau; bei Kontakt mit Wasser nimmt es die charakteristische blaue Farbe an.

In der Weinbereitung wird Kupfersulfat - häufig in Kombination mit Kupferzitrat und Silberchlorid - zur gezielten Beseitigung reduktiver Weinfehler wie Böckser und Käseln eingesetzt. Ursache dieser Fehltöne sind schwefelhaltige Verbindungen wie Schwefelwasserstoff, die während der Gärung oder Reifung entstehen und zu unangenehmem Geruch oder Geschmack führen können. Kupfer reagiert mit diesen Schwefelverbindungen und bildet unlösliche Kupferverbindungen, die anschließend durch physikalische Verfahren wie Filtration aus dem Wein entfernt werden müssen. Der Einsatz erfolgt ausschließlich korrigierend nach dem Auftreten reduktiver Fehltöne und nicht prophylaktisch.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden