Bezeichnung (auch Kwewri, Quevri) für ein bauchiges Weingefäß aus Ton mit bis zu 3.000 Liter Volumen, das in der Region Kachetien in Georgien seit Jahrtausenden für eine spezielle Form der Weinbereitung, dem Kachetischen Verfahren (oder auch Kvevri-Verfahren) verwendet wird. Die Form ist den antiken Amphoren sehr ähnlich.

Bild links: Ein Kvevri mit im Hintegrund eingegrabenen Gefäßen. Bild rechts: Reisigbesen zum Reinigen.
Solche Gefäße sind auch noch heute für die Produktion von zumeist sehr rustikal ausgebauten Weinen in Gebrauch, so zum Beispiel für den in Mode gekommenen Orange Wine. Die zum Boden hin spitz zulaufende Form erleichtert das häufig praktizierte Eingraben in Sand oder Erde, wo sie beim Ausbau verbleiben. Im Dezember 2013 wurde die Kvevri Methode in die UNESCO-Liste des immatriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Dem Kvevri sehr ähnliche Gefäße sind Dolium (römisch), Pithos (griechisch), Talha (portugiesisch) und Tinaja (spanisch).
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)