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Passum

Lateinische Bezeichnung für einen in der Antike sehr beliebten Rosinenwein. Er war ein gern getrunkenes Heilmittel. Aesculapius, der griechische Gott der Heilkunst, soll einige Wunderheilungen bewirkt haben, indem er seinen Patienten den mit schwarzem Pfeffer versetzten Passum eingeflößt hat. Passum wird von zahlreichen griechischen und lateinischen Autoren als Genuss- und Heilmittel erwähnt. In Rom kam Passum beim Festmahl der Oberschicht auf den Tisch. 

Er wurde aus getrockneten Trauben gewonnen (lat. passus = getrocknet). Die Stiele wurden kurz vor der Weinlese verdreht, so dass die Wasserzufuhr unterbrochen wurde. Die Traubenblieben so lange am Rebstock hängen, bis sie eingeschrumpft bzw. rosiniert waren. Auf manchen Tokajer-Aszú-Weinen ist am Etikett der Text „Vinum Tokajense Passum“ zu finden. In ähnlicher Form produzierte Süßweine sind Flétri, Passerillé, Passito, Recioto und Trockenbeerenauslese

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Andreas Essl

Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.

Andreas Essl
Autor, Modena

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