Eine Reduktion von Alkohol im Wein wird aus verschiedenen Gründen praktiziert. Das sind entweder eine gewünschte Veränderung aus geschmacklichen Gründen oder die Produktion von alkoholfreien oder alkoholarmen Weinen. Dies kann durch verschiedene physikalische und/oder chemische Verfahren erfolgen. Besonders in südlichen Ländern bzw. Anbaugebieten ist es üblich, aromatische und weniger alkohollastige Weine zu erzeugen.
Beginnend ab den 1990er-Jahren hat sich der Konsum alkoholreduzierter Produkte spürbar erhöht. Insbesondere trifft dies auf die junge Generation zu, die zunehmend auf einen bewussteren Lebensstil achtet. Aber auch ältere Zielgruppen legen mehr Wert auf Bekömmlichkeit, Alltagstauglichkeit und gesundheitliche Aspekte. Entalkoholisierter Wein erfüllt damit ein wachsendes Bedürfnis, das sich deutlich vom klassischen Weinkonsum abhebt, und ist Teil des übergeordneten NoLo-Trends (Getränke ohne oder mit reduziertem Alkoholgehalt) sowie einer parallelen Entwicklung hin zu sogenannten Proxies (alkoholfreie, weinanaloge Getränkekompositionen ohne Bezug zu Wein).
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Lothar Lindner
Innsbruck