Bezeichnung für einen Wein (auch frisch oder prickelnd) im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache, der im Zusammenhang mit dem Kohlensäuregehalt steht. Ein spritziger junger Weißwein besitzt einen Anteil 1 g/l, beim Rotwein aber soll der Anteil 0,6 g/l nicht übersteigen. Das bei der Gärung neben dem Alkohol entstehende Gas ist ein normaler Bestandteil des Weins. Dies kann sich durch kleine im Weinglas aufsteigende Bläschen zeigen.
Bei Weißweinen ist eine Spritzigkeit durchaus erwünscht und kommt durch die Tendenz, Weine jung trinkbar auszubauen, auch häufig vor. Dies wird auch durch Zusetzung von Kohlensäure vor der Flaschenabfüllung forciert. Auch die besonders bei Weißweinen übliche längere Lagerung auf der Feinhefe (Hefesatzlagerung) führt zu einem spritzigen Effekt. Spritzige Weine sind oft auch säurebetont, was den spritzigen Effekt noch verstärkt.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach