Die rote Rebsorte stammt aus Deutschland. Sie wurde im Jahre 1928 von Hermann Schneider in einem Weinberg in Heilbronn (Baden-Württemberg) entdeckt und an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg (Württemberg) selektioniert. Es handelt sich um einen Klonmutanten des Pinot Meunier. Die Sorte hat dabei die Wollbehaarung auf den Blättern verloren; man könnte sie auch als „Rückmutation“ zum Pinot Noir (Ursprung von Pinot Meunier) bezeichnen. Dies ist genetisch nachgewiesen und durch die Blattarchitektur bestätigt (Information von Dr. Erika Maul, JKI).

Die ertragsunsichere Rebe erbringt ziegelrotfarbige Rotweine mit samtigen Tanninen, sowie vielfältigen Aromen nach Brombeeren, Kirschen, Pflaumen und Himbeeren. In Deutschland wird sie als Klon des Pinot Noir betrachtet, deshalb lautet der vollständige Name „Blauer Spätburgunder Klon Samtrot“. Sie zählt zur Gruppe der Pinot-Sorten.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen