Dieser Weinfehler entsteht durch oxidative Vorgänge im Wein, der unter anderem durch faules und verunreinigtes Traubengut verursacht wird. Im Anfangsstadium bekommt der Wein eine goldgelbe Farbe (Hochfärbigkeit im farblichen Sinn), die dann ins Bräunliche wechselt. In diesem Stadium spricht man auch von einem Braunstich, was sich aber auf eine Farbveränderung mit Tendenz ins Bräunliche und nicht auf eine geschmackliche Empfindung wie stichig bezieht.
Bei langer Reaktionszeit der Oxidations-Vorgänge kann es zu einer Polymerisierung (Zusammenballung) von Gerbstoffen (Phenolen) und Eiweißstoffen kommen, was dann als Brauner Bruch bezeichnet wird. Die dabei entstehenden Verbindungen sind unlöslich und fallen aus. So ein Wein weist eine feinflockige Trübung auf. Die Weißweine bekommen eine gelborange bis bräunlichgelbe, die Rotweine eine dumpfrote bis ockerbraune Farbe. Der Wein weist Aromanoten nach Birnen, Brotrinde und Dörrobst mit einem schalen, öligen und leeren Nusston auf. Der dabei entstehende sensorische Gesamteindruck kann als rahnig beschrieben werden.
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)