Riede (Lage) in der Gemeinde Gols im burgenländischen Weinbaugebiet Neusiedlersee (Österreich). Der Name leitet sich vom Recht ab, einen Teil des Gemeindeforstes um Gols roden zu dürfen und für Landwirtschaft zu nutzen. Das war eine „Gabe“ und der Niederriss der Bäume der „Riss“. Die zwei Bezeichnungen haben sich dann dialektisch zu „Gabarinza“ verschmolzen. Die Riede ist eine in zwei Wellen (Langer und Kurzer Gabarinza) relativ steil ansteigende Lage. Es handelt sich um eine alte Terrasse der Urdonau. Westlich davon schließt die Riede Spiegelluß an.

Die nach West-Südwesten ausgerichteten Weinberge umfassen 18 Hektar Rebfläche auf 132 bis 158 Meter Seehöhe mit 0 bis 15° Hangneigung. Der tiefgründige Boden besteht im Oberboden (0 bis 30 cm) aus humoser, sandig-lehmiger Schwarzerde (Tschernosem). Darunter folgen rötlich-braune Donauschotter (30 bis 65 cm), deren Färbung durch verwitterte Eisenoxide geprägt ist. Die sandige, mäßig kalkhaltige Struktur ist gut durchlässig, eher trocken und ermöglicht eine gute Durchlüftung; darunter liegen weitere von Donauschotter überlagerte Sedimente.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden