Viele römisch-katholische Ordensgemeinschaften besaßen zum Teil umfangreiche Weinbergsflächen. Der Klosterbetrieb stützte sich häufig auf einen professionell betriebenen Weinbau. Diese Orden trugen wesentlich zur Entwicklung des Weinbaus in vielen Ländern Europas und auch in der Neuen Welt bei. Zu den bekanntesten und bezüglich Weinbau bedeutendsten zählen jene der Benediktiner, Kartäuser und Zisterzienser. Siehe zum Themenkomplex auch unter Eucharistie, Kirche und Messwein.
Das Bild oben zeigt die berühmte Benediktiner-Abtei Saint Pierre d’Hautvillers in der Champagne, in dem der berühmte Mönch Dom Pierre Pérignon (1638-1715) wirkte, dem die Erfindung des Champagners zugeschrieben wird. Das Bild unten zeigt das Stift Heiligenkreuz im Wienerwald in Niederösterreich, dass im Jahre 1133 vom Orden der Zisterzienser gegründet wurde. Diese begründeten auch das zu den ältesten Weingütern Österreichs zählende Weingut Freigut Thallern in der Nähe der bekannten Weinbaugemeinde Gumpoldskirchen im Weinbaugebiet Thermenregion. Der Orden betreibt es bis heute.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden