Die rote Rebsorte ist eine interspezifische Neuzüchtung zwischen Riparia-Millardet x Gamay Noir. Synonyme sind 595 Oberlin, Oberlin 595 und Schwarzer Oberlin. Es sind Gene von Vitis riparia und Vitis vinifera enthalten. Die Kreuzung der Hybride erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts durch Christian Oberlin (1831-1915) auf seinem Institut bei Colmar im Elsass, nach dem sie später auch benannt wurde. Die sehr erfolgreiche Sorte ist resistent gegen die Reblaus und den Falschen Mehltau. Sie war Kreuzungspartner bei den Neuzüchtungen Castor, Pollux und Siegfriedrebe. Sie belegte Ende der 1950er-Jahre in Frankreich noch rund 4.500 Hektar. Heute wird sie fast ausschließlich in der im Nordwesten liegenden Region Grand Est auf 26 Hektar mit stark sinkender Tendenz angebaut. Einen kleinen Bestand soll es auch in Paraguay geben. Im Jahre 2016 wurde aber nur der französische Bestand ausgewiesen (Kym Anderson).
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“