Bezeichnung für verschiedene Konservierungs-Verfahren, um einen Wein chemisch, physikalisch und mikrobiologisch zu stabilisieren, also haltbarer und gegen unerwünschte Veränderungen der Farbe, Trübungen, Nachgärungen, Ausfällungen (Flockung, Kristallisation) oder Geschmacksveränderungen zu machen. Ziel ist es, das Produkt während der Lagerung und nach der Flaschenabfüllung in einem stabilen Zustand zu erhalten. Im Gegensatz zum Sterilisieren wird beim Stabilisieren keine absolute Keimfreiheit erreicht, sondern lediglich die Haltbarkeit des Weines gesichert.
Die im Zusammenhang mit mangelnder Stabilität auftretenden Probleme können sich in verschiedenen Fehltönen und Weinfehlern äußern. Das sind unter anderem Brauner Bruch, Eiweißtrübung, Hefetrübung (Bakterientrübung), Hochfärbigkeit, Maderisierung, Milchsäurestich und Schwarzer Bruch (Weißer Bruch). Um solche Erscheinungen zu verhindern oder gegebenenfalls zu bereinigen, werden gezielte Stabilisierungsmethoden angewendet.
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Roman Horvath MW
Domäne Wachau (Wachau)