Bezeichnung für einen Süßwein aus getrockneten Trauben. Dafür gibt es unterschiedliche Verfahren. Die spät gelesenen Weintrauben werden längere Zeit (Wochen bis Monate) auf Strohmatten, Schilf (deshalb auch Schilfwein), an Schnüren aufgehängt oder - wie im Bild gezeigt - auf Holzgestellen im überdachten Freien oder in geeigneten Räumlichkeiten luftgetrocknet. Durch den Wasserentzug werden extrem hohe Zucker- und Gesamtextraktwerte erreicht.
In Österreich ist der Strohwein (auch Schilfwein) ein Prädikatsweintyp. Die vollreifen und zuckerreichen Trauben müssen vor der Kelterung mindestens drei Monate auf Stroh oder Schilf gelagert oder an Schnüren aufgehängt werden und danach ein Mostgewicht von zumindest 25 °KMW aufweisen. Wird bereits nach mindestens zwei Monaten ein Mostgewicht von zumindest 30 °KMW erreicht, dürfen die Trauben schon zu diesem Zeitpunkt gekeltert werden. Die Variante mit an Schnüren aufgehängten Trauben wird auch als Schnürlwein bezeichnet.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen