Große Riede (Lage) in der Gemeinde Spielfeld-Grassnitzberg im österreichischen Weinbaugebiet Südsteiermark. Sie ist nach der Katastral-Gemeinde benannt und umfasst 272 Hektar Rebfläche. Durch die Größe sind auch unterschiedliche Bedingungen gegeben. Neben einem Kessel und südöstlichen Hängen, die zu den besten Bereichen zählen, gibt es auch Nordost-Parzellen, die erst in den 1960er-Jahren mit Reben bepflanzt wurden. Die bevorzugten Teile sind windgeschützt, jedoch durch Schimmelpilz (Botrytis) gefährdet. Hier wird die für die Steiermark typische Lärmvorrichtung Klapotetz zwecks Abschreckung der Schadvögel verwendet (im Bild rechts).

Der große Bereich ist in die drei Subbereiche Grassnitzberg, Mittelplatsch und den als besten Teil geltenden Hochgrassnitzberg gegliedert. Die einen Kessel bildenden Weinberge sind großteils nach Süden ausgerichtet, wobei der rechte Rand nach Westen geneigt ist. Die Böden bestehen aus etwa einem Meter tiefen sandigen Lehm (Gamlitzer Schlier) auf verwittertem Muschelkalk (Spielfelder Kalk oder auch Leithakalk). Hier werden hauptsächlich die Weißweinsorten Chardonnay bzw. Morillon, Traminer, Muskateller, Sauvignon Blanc, Grauburgunder (Pinot Gris), Weißburgunder (Pinot Blanc) und Welschriesling kultiviert. Anteile an den Subrieden haben zum Beispiel die Weingüter Georgiberg, Hagen Holger, Polz Erich und Walter, Polz-Kiefer, Primus, Skoff Walter und Tement Manfred.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien