Die präsidentielle Republik Ruanda (Rwanda) in Ostafrika mit der Hauptstadt Kigali umfasst 26.338 km². Sie grenzt im Süden an Burundi, im Nordwesten an die Demokratische Republik Kongo, im Norden an Uganda und im Osten an Tansania. Wegen seiner hügeligen Landschaft wird Ruanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Auf dem Staatsgebiet verläuft die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nils und des Kongos. Von 1884 bis 1916 war Ruanda als Teil Deutsch-Ostafrikas eine deutsche Kolonie und wurde im Jahre 1962 unabhängig.

Der Großteil Ruandas ist ein Hochland mit einer durchschnittlichen Seehöhe von 1.500 Metern. Deshalb ist das tropische Klima trotz der Äquatornähe eher mild-feucht. Durch ausreichende Niederschlagsmengen über das ganze Jahr sowie die gemäßigten Temperaturen mit durchschnittlich 18 °Celsius bestehen sehr gute Bedingungen für Wein- und Obstanbau, jedoch Gefahr für Pilzbefall. Es gibt erste Versuchsanpflanzungen in Rulindo in 2.200 Meter Höhe in Spaliererziehung. Bereits seit Jahrzehnten existiert eine Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Der Weincampus Neustadt führte eine Analyse über einen möglichen Weinbau mit PIWI-Rebsorten durch. 2023 wurde eine Studie über die Produktion von Tafeltrauben, Wein und Traubensaft mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena