Die weiße Rebsorte (auch Geisenheim 7815-1) ist eine Neuzüchtung zwischen Arnsburger x Seyve-Villard 1-72 (Rayon d’Or x Bertille Seyve 450). Es sind Gene von Vitis aestivalis, Vitis labrusca, Vitis riparia, Vitis rupestris und Vitis vinifera enthalten. Die Kreuzung der Hybride erfolgte 1978 in der Forschungsanstalt Geisenheim (Rheingau) durch Dr. Helmut Becker (1927-1990). Die mittelspät reifende Rebe ist widerstandsfähig gegen beide Mehltauarten und Botrytis, weshalb sie als PIWI-Sorte gilt. Sie erbringt säurebetonte, einem Weißburgunder ähnliche Weißweine. 2016 wurden Bestände in Deutschland (8 ha in Nahe und Rheinhessen) und in der Schweiz (0,5 ha im Kanton Jura) ausgewiesen (Kym Anderson).
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden