In englischsprachigen Ländern gebräuchliche Bezeichnung (Mischung) für eine Cuvée; siehe dort
Der im Weinbau verwendete Begriff stammt vom französischen Cuve (Bottich, Weinbehälter). Im ursprünglichen Sinne versteht man darunter eine bestimmte Menge Wein in einem Gärbehälter. Die Bedeutung des Wortes ist je nach Kontext unterschiedlich. In der Regel wird darunter im deutschsprachigen Raum das Ergebnis der Vermischung von Weinen aus verschiedenen Rebsorten verstanden, wofür auch der deutsche Begriff Verschnitt verwendet wird. Dies können aber auch Traubenmoste sein, die dann gemeinsam vergoren werden, wie dies an der südlichen Rhône üblich ist.

Das Bild zeigt den Verschnitt von drei Rebsorten bei der Weinbereitung, bei dem verschiedene Komponenten zusammenwirken und ein gelungenes Ergebnis (Cuvée) erzielen. 1 = Alkohol, 2 = Tannine und Farbe, 3 = Aromastoffe. Das ergibt einen farbkräfigen, tannin- und aromareichen Rotwein mit ausgewogenem Alkoholgehalt.
Weitere Bezeichnungen sind Blend (Neue Welt), Cape Blend (Südafrika), CVC (Conjunto de Varias Cosechas in Spanien), Mélange (Frankreich bei Spirituosen), Meritage (Kalifornien) und Verschnitt (deutscher Sprachraum). Eine Cuvée kann aber auch der Verschnitt verschiedener Lagen oder verschiedener Jahrgänge, aber auch länderspezifische Regelungen bedeuten. Die in Frankreich gebräuchlichen Begriffe Assemblage, Coupage und Marriage beziehen sich eher auf den Vorgang (die Tätigkeit der Herstellung) und nicht auf das Ergebnis (Wein).
Als Cuvée (auch Tête de cuvée) wird aber auch in der Champagne der erste Pressvorgang bei der Herstellung eines Champagners bezeichnet, wobei es dabei...
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)