Bezeichnung für Rebsorten, die ein besonders markant blumiges bis würziges, sehr typisches Aroma aufweisen. Die signifikanten Aromastoffe sind zum Teil bereits in den Beeren vorhanden (Primäraromen), oder werden bei der Traubenverarbeitung oder bei/nach der Gärung gebildet (Sekundäraromen). Sie sind zwar nur in geringer Menge enthalten, aber sehr geruchs- und geschmacksintensiv und deshalb auch für Laien relativ leicht zu identifizieren.

Zu den typischen Aromastoffen dieser Sorten zählen Terpene (Monoterpene), Methoxypyrazine (Pyrazine) und Thiole (Mercaptane). Von Terpenen geprägte Sorten (mit 1 bis 4 mg/l) sind Muskateller-Sorten, Muskat-Ottonel, Morio-Muskat und Traminer (besonders die Spielart Gewürztraminer) mit primären und sekundären Aromen. Diese weisen oft charakteristische, sortentypische Noten auf, nämlich Moschuston, Muskatton und Rosenton (Blumen) auf. Von Pyrazinen und Thiolen geprägte sind die Sorten Bacchus, Sauvignon Blanc und Scheurebe mit sekundären Aromen.
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)