wein.plus
ACHTUNG
Sie nutzen einen veralteten Browser und einige Bereiche arbeiten nicht wie erwartet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Anmelden Mitglied werden

Lexikon
Das größte Weinlexikon der Welt mit 25.825 ausführlichen Einträgen.

Vin mousseux de qualité

Französische Bezeichnung für Sekt (Qualitätsschaumwein); siehe dort.

Vor allem im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung für einen nach bestimmten Qualitätskriterien hergestellten Qualitätsschaumwein. Außerhalb der Champagne erzeugte Schaumweine dürfen sich auch dann, wenn sie nach Champagner-Regeln produziert wurden, keinesfalls Champagner nennen. Das ist keine Frage der Qualität, sondern der Herkunft. Die Bezeichnungen in anderen Ländern sind unter anderem Afrodis Oinos (Griechenland), Cava (Spanien), Crémant (außerhalb Champagne in Frankreich, aber auch anderen Ländern), Pezsgő (Ungarn), Sparkling Wine (Übersee) und Spumante (Italien).

Sekt - Flasche nach dem Öffnen - verschiedene Bezeichnungen

Produktion

Die Arbeitsschritte bei der Sektprodution sind aber sehr ähnlich und unter Champagner beschrieben. Im Gegensatz zu Champagner erfolgt die zweite Gärung häufig in Edelstahltanks im Drucktank-Verfahren, der nach dem Erfinder benannten Méthode charmat. Der Wein wird dabei in einem Drucktank nach Zusatz von Zucker und Hefe gegoren und auch eine bestimmte Zeit auf der Hefe belassen. Von dort wird unter Druck der fertige Sekt filtriert und anschließend auf Flaschen gefüllt. Dieses Verfahren erspart die aufwändigen Arbeitsschritte Remuage (Rütteln) und Dégorgement (Entfernen Hefesatz).

Der zweite Unterschied zum Champagner ist die Verschnittmethode. Ein klassischer Champagner ist oft (aber nicht ausschließlich) eine Cuvée aus verschiedenen Lagen, Jahrgängen und großteils Pinot Noir und Chardonnay. Ein Sekt hingegen wird zumeist sortenrein aus Trauben derselben Lage und desselben Jahrganges hergestellt. In Deutschland wird dafür vorwiegend Riesling und in Österreich Welschriesling, Grüner Veltliner und Chardonnay aber auch andere verwendet. Es gibt aber auch viele Sektmarken, die zwar nach der klassischen Methode, also mit Flaschengärung hergestellt werden. In diesem Fall ist auf dem Etikett je nach dem Herstellerland die in Frankreich, Deutschland und Österreich gebräuchliche Bezeichnung „Méthode traditionelle“ oder „Méthode classique“ und in Italien „Metodo tradizionale“ oder „Metodo classico“ angegeben.

Wie der Sekt zu seinem Namen kam

Die Bezeichnung „Sekt“ ist nicht herkunftsmäßig geschützt, obwohl Deutschland sich über Jahrzehnte darum bemühte, den Namen nur in Ländern mit deutscher Staatssprache zuzulassen. Nach langen Rechtsstreitigkeiten wurde schließlich im Jahre 1975 durch einen EU-Beschluss bekräftigt, dass diese sprachliche Einschränkung diskriminierend sei. Qualitäts-Schaumwein darf somit weltweit unter dem Namen Sekt produziert werden. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde jeder schäumende Wein in vielen Ländern ohne Rücksicht auf seine tatsächliche Herkunft als Champagner bezeichnet. Der Ursprung der Bezeichnung Sekt liegt im lateinischen Wort „siccus“, was trocken bedeutet. Der bevorzugte Wein im Mittelalter in den südlichen Gefilden war ein süßer, schwerer...

Das größte Weinlexikon der Welt

25.825 Stichwörter · 46.904 Synonyme · 5.325 Übersetzungen · 31.157 Aussprachen · 176.869 Querverweise
gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer. Über das Lexikon